Freitag, 18. März 2011

Erste Eindruecke

So, nun habe ich grade doch tatsaechlich mal ein bisschen Luft um endlich ein bisschen zu berichten.
Ich habe mich mittlerweile gut eingelebt in Suedafrika.
Zuerst die schoenen Seiten. Eingentlich ist das Wetter hier immer schoen, haelt aber auch immer wieder Ueberauschunge bereit. Es kann von jetzt auf gleich mal heftig regnen und die Temperaturen gehen runter. Umso schoener das am naechsten Tag trotzdem alles wieder schoen ist. Aber das Wetter interessiert wahrscheinlich kaum einen.
Deswegen gleich zum naechsten Punkt. Ich wohne wie schon erwaehnt, nicht wie erst vermutet in Summerstrand direkt am Strand sondern am ganz anderen Ende von Port Elizabeth (PE) in Sherwood. Zum Strand brauche ich mit dem Auto gute 30 Minuten, dafuer ist es in Sherwood deutlich sicherer, ein Kraftraum ist gleich um die Ecke und der Weg zur Arbeit ist auch kuerzer. Und soviel Zeit zum surfen ist auch eigentlich nicht da. Um 7 Uhr ist es hier leider schon dunkel.

Thema Arbeit. Relativ frueh geht es morgen raus. Zum Fruehstueck gibt es immer eine Art Instantflocken, die laut Packung natuerlich super gesund sind. Deswegen werden die auch gekauft. Anschliessend wird dann viel Zucker hinzugefuegt, damit es besser schmeckt ;) Sieht aus wie schon mal gegessen und schmeckt wie Babybrei. ABER: Wenn wir in Rom sind, machen wir es wie die Roemer .... Und ich hab mich mittlerweile daran gewoehnt 
Die Fahrt zur Arbeit dauert in etwa 35 Minuten. Fuer gewoehnlich tut man sich aus oekonomischen Gruenden zu sogenannten „lift clubs“, zu deutsch Fahrgemeinschaften zusammen. Denn der Liter Benzin, Lybien sei Dank kostet momentan rund einen Euro, was Suedafrikaner aehnlich stoehnen laesst wie in Deutschland. Nur das hier Preisspruenge von mehreren 10 Cent durchaus ueblich sind.
Die Arbeit an sich ist sehr angenehm, hier macht sich keiner Tod. Wenig rumlungern aber auch kein Stress. Was halt grad nicht geht, geht halt nicht. Darueber zerbricht sich hier keiner den Kopf. Ich darf sehr viel ausprobieren und mir wurde auch von Anfang an Verantwortung fuer Projekte uebertragen. Mit der englischen Sprache komme ich gut klar. Hin und wieder fehlen mal die Vokabeln im technischen Bereich, was durchaus ein Problem sein kann, da das Internet in diesem Land auch bei Weltkonzernen unterirdisch langsam ist.
Etwas aergerlich ist die Tatsache, dass ich hier mit ueberwiegend Weissen im Buero sitze, die alle mit Afrikaans gross geworden sind. Deswegen sprechen sie auch ueberwiegend Afrikaans untereinander. Aber ein bisschen krieg ich mittlerweile doch mit, nach dem mir die Aussprache klar ist und wenn ich mich kurz raeuspere, wird auch wieder Englisch gesprochen.

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