Samstag, 19. September 2009

Die letzten Tage in Indonesia

Ich haenge hier grade mit einer Erkaeltung in einem suendhaft teueren Internetcafe im Flughafen von Bangkok. Da ich auf meinen Reisepartner warte will ich die Zeit kurz hierfuer nutzen. Da man die USB-Ports hier nicht nutzen darf muss ich euch leider wieder auf spaeter vertroesten, bis ich neue Fotos hochladen kann :(

Nach dem Tim und Anni am Sonntag und Winand und Flo am Montag geflogen sind, haben Silvia und ich beschlossen, Ubud, eine kleine Kuenstlerstadt in der Mitte von Bali zu besuchen. Morgens ging es los, nach ich glaub 2 Stunden waren wir schon da. Am Ort der Ankunft wurden wir gleich von Einheimischen belabert, doch bei ihnen ein Zimmer zu mieten. Wir wollten erstmal gucken, und die erste Wohnung war auch gleich schon ok. Mit riesem Rucksack in der Hitze in Ubud umherzulaufen ist wenig reizvoll (Ubud liegt zu dem auch noch in den Bergen...).
Die Rucksaecke im Zimmer ging es auch gleich los, die Stadt zu erkunden. Wir haben zuerst den Monkey Forest besucht. Ein kleines Stueck Urwald, in dem die Affen die Herren sind. Ziemlich witzig den Affen dort beim Toben und Spielen zu zuschauen. Anschliessend haben wir uns eine kleine Tour rund um Ubud aus dem Reisefuehrer rausgesucht und die Gegend erkundet. So sind wir 2 Stunden durch Reisfelder gelaufen und haben die Landschaft genossen.
Kurz vor dem Sonnenuntergang waren wir zurueck und haben uns einen traditionellen Tanz, den Barong-Tanz angesehen. Ich muss gestehen ich weiss nicht wirklich was es mit dem Tanz so genau auf sich hat oder worum es da geht. Barong heisst glaub ich soviel wie Teufel. Auf jeden Fall ging die Veranstaltung 1 Stunde, ein Glockenspiel hat ununterbrochen "Musik" gemacht und ein paar Leute haben rumgetanzt. Am Anfang noch ganz nett, irgendwann fing das Glockenspiel nur an zu nerven und aus dem Tanz wurde zum Schluss immer mehr ein Theaterspiel - auf Indonesisch. Am Ende war ich froh das es vorbei war und denke mir, naechstes mal kann ich mir das ersparen.

In der darauf folgenden Nacht sind wir schon um 2 Uhr aufgestanden und wurden zum Mount Batur gebracht. Unteregs ein kleiner Stop fuer ein erstes kleines Fruehstueck und gegen halb 4 haben wir uns dann mit Taschenlampen bewaffnet auf den Weg zum Gipfel gemacht. Unser Fuehrer hat gut Tempo gemacht und staendig haben wir langsamere Gruppen ueberholt. Die Himmel war klar, der Sternenhimmel gigantisch. Auf halber Hoehe des Berges wirkten die vielen Lichter der Touristen hinter uns wie eine Schlange, die sich den Berg hinaufschiebt. Nach knapp 2 Stunden waren wir auf 1717 Meter am Gipfel angekommen und es begann bereits zu daemmern. Wir haben einen unglaublichen tollen Sonnenaufgang erlebt. Ueber dem Meer ganz nahe der Insel Lombok, deren Berge wir sehen konnten, loeste sich die gelbe Scheibe ploetzlich vom Horizont und erhob sich in einem erschreckend schnellem Tempo richtung Zenit. Dazu gab es Bananensandwich und Eier die auf dem Gipfel mit Hilfe des heissen Dampfes, der am Berg ueberall aus der Erde steigt, gegart wurden. Nachdem die Sonne die Kaelte vertrieben hatte und nach unserer Staerkung ging es wieder richtung Tal, allerdings haben wir uns fuer den langen Weg entlang der zahlreichen neuen Kratern aus den Jahren 1994, 1998, 2001 (nagelt mich nich drauf fest, auf jedenfall ist der Vulkan immer noch aktiv) entschieden. So kamen wir an allerhand dampfenden Loechern, durch Schwefel bunt verzierten Felswaenden vorbei und liefen auf den erstarrten, schwarzen Lavastroemen des letzten Ausbruches ins Tal hinab. Ein Geologe haette sicherlich seine Freude gehabt. Es war ein richtig schoener Ausflug mit einem gigantischen Sonnenaufgang. Fotos werden folgen. (Der Boden des Berges war uebrigens teilweise richtig warm, und manche Steine knisterten merkwuerdig wie ein gares Steak auf dem Grill ^^)
Nach dieser doch recht anstrengenden Tour ging es zu den Hot Springs. Ein relativ unspektakulaer anzusehener zulauf zum See Batur der aber durch die Vulkanaktivitaet richtig heiss ist. Balsam fuer die strapazierten Oberschenkel!
Als naechstes folgte der Mutter Tempel Besakih, der wohl wichtigstes Tempel fuer die Hindus. Allerdings sah der nicht viel anders aus als die Tempel wie sie in jedem Garten stehen. Nur halt groesser. Ziemlich unspektakulaer und besoners aergerlich war die (wie wir fanden) die Abzocke. Erst Taxes durch den Staat, und dann wird einem ein lokaler Fuehrer aufgebrummt, den man zwar nicht bezahlen muss aber eine Spende wird erwartet. Man traegt sich dann in ein Spendenbuch ein mit seinem Namen und traegt den Betrag dahinter ein. Junge junge, was da so manche Leute fuer 20 Minuten blabla gespendet haben.... 1,40 Euro war uns dann doch genug. Auch dieses Ausflugsziel kann man sich glaub ich sparen.
Abends kamen wir dann in Candidasa, einem kleinen Dorf an der Suedostkueste Balis an. Ziemlich fertig ging es dann auch ganz bald ins Bett.

Fuer den naechsten Tag hatten Silvia 2 Tauchgaenge in Tulamben am Wrack der USS Liberty , gesunken 1942, gebucht. Der Preis war ok, die Bedingungen recht gut (Wasser 28 Grad, Sichtweite bis zu 20 Meter, keine Stroemung, allerdings maessige Brandung am felsigen Strand, der den Einstieg sehr gefaehrlich machte). Und das Wrack selber war ziemlich beindrucken. Schon ziemlich verfallen und ueber und ueber mit Korallen bedeckt und sehr imposant. So sind wir insgesamt 2 Stunden um und durch das Wrack getaucht. Highligt war wohl ein kleiner Octopuss der sich im Wrack versteckt hielt. Hier hat mir wirklich eine Unterwasserkamera gefehlt!!
Zurueck in Candidasa wollten wir eigentlich unseren Weg zurueck nach Kuta buchen. Doch zufaellig trafen wir Gerry an seinem Hotdogstand, der mich gleich ueberedete seine Spezialitaet doch mal zu probieren. Der hotdog war grossartig und wir kamen ins Gespraech. Gerry ist ein Autrsalier, verheiratet mit einer Indonesierin, in Rente, hat aber ein kleines Home Stay weil er was zu tun haben moechte. Gerry ist ein richtig witziger und netter Typ und empfahl uns, bevor wir fahren auf jeden Fall noch den White Sand Beach in Pantai Putih zu besuchen. So blieben wir noch eine Nacht laenger in Candidasa, diesmal in Gerrys Home Stay.

Der naechste Tag war wunderbar. Allein schon der Weg dorthin. Gerry empfahl uns ein Bemo zu nehmen. Kleine Vans (fahrende Toaster) die ohne Fahrplan kreuz und quer ueber die Insel heizen und anhalten wenn man den Arm hebt. Zur Not werden fuer Touristen auch mal die Einheimischen rausgeschmissen, wenn Platzt fehlt. Also haben wir so ein Ding angehalten und 5000 Rupien und 13 Minuten spaeter waren wir in Pantai Putih. Hier sollten wir laut Gerrys Empfehlung per "Ojek", also bei den Locals hinten auf dem Motorroller zum Strand fahren nur leider waren keine mit Rollern da. Also sind wir 20 Minuten gelaufen.
Der Strand verdient wirklich seinen Namen. Weisser Sand, der Strand gelegen in einer Bucht, umrandet von schwarzen Lavaklippen, tuerkises richtig warmes Wasser. Herrlich. Hier haben wir den Nachmittag verbracht. Zurueck ging es dann wieder mit dem Bemo.
Bei Gerry angekommen, setzten wir uns gleich in die gemuetlicher Runde dazu, die sich dort gebildet hatte aus Freunden von ihm (alles Australier) und Gaesten (Deutsche und Franzosen (Franzosen koennen wirklich mies, verdammt mies englisch, wuhhaaa )) die im Home Stay wohnten. So verbrachten wir einige Stunden bis in den spaeten Abend bei Hotdogs und Bier und haben viel Bloedsinn erzaehlt und viel gelacht. Australier sind echt verrueckte Leute.

Freitar morgen ging es dann um halb neun mit Pirama Tours ueber Ubud zurueck nach Candidasa. Gegen 12 Uhr kamen wir an, und hatten auch hier wieder Glueck mit der Zimmersuche. Gleich das erste war wieder ganz akzeptabel (Hinterher wusste ich auch warum es so guenstig war: Es lag genau gegenueber einer Kneipe ... am Freitag Abend). Wir sind sofort zum Strand zu Harry auf ne Cola und um noch ein bisschen zu surfen und ein paar Poserbilder zu schiessen. Allerdings war der Swell beschissen, ein Brett zu mieten haette sich nicht gelohnt. Nun muss ich die Poserfotos wohl in Thailand schiessen ^^ So haben wir also die Sonne genossen, ich hab meinen Sonnenbrand ein wenig aufgefrischt und Harrys Buissiness angekurbelt und mit ihm gequatscht (Er heiratet bald eine Australierin :-O )
Am Spaetnachmittag sind wir noch mal auf Souvenirtour gegangen, waren zu meinem letzten balinesischen Sonnenuntergang aber wieder am Srand. Allerdings hat das Wetter nicht mitgespielt. Es war bewoelkt und es fing auch noch anzuregnen. Schlecht fuer Harrys Buisiness. Bier gabs dennoch aus Trotz. So sassen wir also unter einem Sonnenschirm bei Regen am Strand mit Bier und noch einer Russin und einem Franzosen der sogar englisch konnte (sogar recht gut !!) Ich hab es genossen.

Heute morgen dann die Abreise. Ein sehr stressiger Tag. Um 7 Uhr konnte ich nicht mehr schlafen. Vielleicht war es Zufall vielleicht auch Intuition oder Segen, ich kam von der Toilette wieder und ploetzlich fing alles an zu wackeln! ERDBEBEN!!! Silvia war zum Glueck schon wach. Sofort raus aus dem scheiss Haus - 2 ter Stock - nur in Hoesschen. Aber irgendwie war das in dem Moment relativ egal. Unten angekommen war alles schon wieder vorbei. Nebenan ein wenig Geschrei. Und wir waren die einzigen aus unserem Hotel die rausgerannt sind. Die anderen Zimmer waren entweder nicht belegt oder die Leute da waren wahrscheinlich noch besoffen.... Ihr Glueck das nichts passiert ist. Das war eine sehr unheimliche Erfahrung.
Leider ging es stressig weiter. Harry hatte mir angeboten mich zum Flughafen mit seinem Roller zu bringen. Ich konnte mir zwar nicht vorstellen, wie er das mit meinem riesen Rucksack hinkriegen wollte aber ich dachte mir, Rock'n'Roll. Wird schon schiefgehen. Harry kam aber eine Stunde frueher als abgemacht, hatte sich wohl vertan. Gepackt hatte ich schon, aber so ging es nun ohne Fruehstueck zum Flughafen. Eingecheckt, Gepaeck abgegeben, dann kam die unerwartet hohe Flughafengebuehr. Danach war ich blank. Somit gab es nur noch einen Chickenburger. Isst du halt noch was im Flieger dachte ich mir. Als ich dann erfuhr, dass ich einen Non-Meal Flug gebucht hatte, und die netten Stewardessen von Air Asia nur Dollar und Baht akzeptierten und nicht meine Euros (Ist der Euro nicht die staerkste Waehrung??) hatte ich endgueltig schlechte Laune. Wenigstens ging in Bangkok alles fix mit der Immigration und konnte mir hier schnell was reinpfeifen.
Und hier gleich die erste Ueberraschung. Ich hatte extra nachgefragt, ob das Essen denn scharf also "hot" sei. Noe hiess es. Hui ... ich dachte ich haette in Indonesien trainiert, aber das Essen hier zieht mir die Schuhe aus. Ich hoffe ein bisschen das ich etwas extra Scharfes erwischt habe. Ansonsten werde ich im Oktober sehr duenn wieder kommen :)

So und nun sitze ich hier also im Flughafen, es ist 18:03 und habe noch eine Stunde. Ich werde die freundlichen Mitarbeiter vom Cafe noch mal auf ihr Englisch pruefen und versuchen, doch noch Fotos hochladen zu duerfen.

Schade, nein.

Abschliessend stelle ich fest, dass ich eine wunderbare Zeit in Indonesien mit einem bisschen was von allem hatte. Ich konnte ein bisschen das Leben der Indos erfahren, oder wie man sich als Europaeer zurecht findet, ich habe Bali als Tourist und als Backpacker erlebt. Ich hatte viel Spass in Jakarta, das Tauchen mit Winand auf Gili Trawangan war einfach nur abgefahren und eine super chillige Zeit, Es war schoen mit Silvia, Flo, Winand, Anni und Tim in Kuta am Strand abzuhaengen und zu surfen, und es war klasse noch ein bisschen mehr von Bali mit Silvia zu erleben. Ich habe Indonesien mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen. Ich denke mir so ist es gut und so sollte es sein! Nun bin ich gespannt was mir in den naechsten 4 Wochen noch so alles in Thailand passieren wird. Ich werde euch hier berichten.
Ich bin dann erstmal wieder weg! Bis dahin! Ciao!

2 Kommentare:

  1. du bist einfach n Arsch weißte das...!

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  2. hoe was is denn da los. ich bin ein verdammt cooler typ und kein arsch ;) gib dich zu erkennen! luegner!!

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